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 Das Tor zu einer anderen Welt

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BeitragThema: Das Tor zu einer anderen Welt   Do Jul 26, 2018 10:51 pm



Einleitung

Ich habe gern und oft kleine Kinder um mich herum.
Was es da nicht alles zu entdecken gibt.
Auch ein Erwachsener lernt dann wieder neu, alles mit Kinderaugen zu betrachten.
Aber eines beschäftigt mich noch immer.
Was bewegt ein Kind, wenn es mit einem Schlüsselbund spielt?
Befühlt und belutscht, bringt so ein Schlüssel die Kinder zum jauchzen und wie listig ihre Augen anfangen zu leuchten.
Mal schauen sie verschreckt, ein anderesmal lächeln sie.
Was werden sie wohl gerade erleben?
Wir Großen haben solch Dinge sicher auch erlebt, wir sind nur Meister im verdrängen geworden.
Ich habe mich auf die Suche begeben und, musste gar wunderliche Abenteuer erleben.


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BeitragThema: Zu Besuch beim Mann im Mond   Do Jul 26, 2018 11:04 pm

Zu Besuch beim Mann im Mond

Ich befühle gerade einen schönen golden leuchtenden Schlüssel, als ich von weitem eine Steinkugel erblicke. Ich laufe auf einer Straße entlang, die weiß wie Milch ist und nähere mich dieser Steinkugel. Die eine Seite ist aus Stein, die andere vollständig verglast. Durch diese Glasfront schaue ich hinein und sehe ein kleines Männchen auf wackligen Beinchen, Dafür hat es aber einen riesigen Kopf. Dieses Männchen hat eine Frau, welche groß und schlank gewachsen ist. In ihrem dunkelblauen Kleid mit vielen Sternchen darauf, ist sie eine wahr Schönheit. Aber das Männchen, behandelt sie ziemlich herrisch. Dieses jedoch hat immer das gleiche freundliche Lächeln auf dem Gesicht, was mir irgendwie bekannt vorkommt, und redet einfühlsam mit seiner Frau. Wie ich von seinen Lippen ablesen kann, scheint sie wohl Luna zu heißen.
Ich schleiche zurück zu der Steinfront und entdecke eine kleine Tür, in deren Schloss ich meinen Schlüssel stecke. Klick macht es und die Tür öffnet sich. Mit einem freundlichen Gruß trete ich ein und werde gar freundlich von den Beiden empfangen. Sie laden mich ein, für ein Weilchen ihr Gast zu sein, da sie so selten Besuch bekommen.
Frau Luna geht mit einem riesen Kecher hinaus vor die Tür und wedelt wie wild damit herum. Ich staune, weil ich nicht weß warum sie das tut. Nach einer Weile kann ich sehen wie sich der Kecher golden, vom Sternenstaub färbt. Als er bis oben mit Gold gefüllt ist, kommt Frau Luna wieder in ihr Häuschen und schüttet den ganzen Inhalt in eine riesige Schüssel.
Sie beginnt aus ihren Schränken noch andere Zutaten dazu zu füllen und rührt ganz emsig alles zusammen. Die Plätzchen aus dem eingefangenen Sternenstaub sind ruckzuck, auch ohne backen, fertig. Und ich lasse sie mir schmecken. Wann und wo kann man schon einmal so schöne goldene Plätzchen genießen?
Durch die Glasfront kann man ab und zu mal ein paar Engel auf ihren Wolken vorbeifliegen sehen, die uns freundlich zuwinken. Und ganz weit hinten ging die Sonne unter. So langsam wird eine überwiegend blaue Kugel vor dem Fenster sichtbar. Da alles um uns herum schwarz zu sein scheint, ist das ein wundervolles Bild.
Das Männchen schlürft langsam in eine Ecke und holt seine Laterne hervor, entzündet sie und schleicht zu der Glasfront. Die Laterne erhellt alles und das schwarze erhält einen seltsamen Schimmer. Das Männchen scheint sich daran zu erfreuen und presst sein riesiges Gesicht an die Glasfront und lächelt.
Erst jetzt weiß ich, woher ich diese Lächeln kenne.
Ich bin zu Besuch im Mond.
Als sich am anderen Morgen die Sonne wieder am Horizont blicken ließ, da machte sich Frau Luna daran die riesige Glasfront zu putzen, damit wir Menschen am Abend wieder ihren Mann lächeln sehen konnten.


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BeitragThema: Der Flug der Engel   Do Jul 26, 2018 11:25 pm

Der Flug der Engel

In meiner Hand halte ich einen kleinen prumeligen Schlüssel.
Wohin wird mich wohl dieser entführen?
Auf alle Fälle ist es etwas zum wohlfühlen.  Ich liege auf etwas kuschelweichem. Ich komm mir vor wie auf einem riesen Berg rosa Zuckerwatte und scheine dahin zu schweben. Es gefällt mir sogar. So geht es eine ganze Weile, bis ich auf weitere Zuckerwatteberge treffe. Auf ihnen sitzen oder liegen kleine beflügelte Wesen. Kleine pausbäckige Gesichter, umrundet von weißem oder goldenem lockigen Haar lächeln mir freundlich zu. So schwebe ich dahin und lerne immer mehr der freundlichen Wesen kennen. Plötzlich scheint ein Jägermeister meinen Weg zu kreuzen, da er Pfeil und Bogen bei sich trägt. Die Engelschar jubelte ihm zu und nannte ihn Amor.
Amor schwebt auf einer schwerfälligen Blumenkohlwolke daher. Diese sinkt immer tiefer, je größer sie herranwuchs. Auf dieser schwebt er sicher, um der Menschheit etwas näher zu kommen. Er ist  auf dem Weg zu den Menschen, um wieder ein paar Pärchen zusammen zu führen. Ich kann sehen wie sich sein Liebespfeil auf den Weg zur Erde macht.
Die Engelchen haben sich inzwischen wieder beruhigt und schwatzten fröhlich weiter auf ihren Wolken.
Plötzlich wird es ganz ruhig im Himmelreich.
Vor uns stehen auf ihren Wolken vier schlanke groß gewachsene geflügelte Wesen. Ehrfürchtig verbeugten sich die kleinen Engelchen vor ihnen. Das sind wohl ganz wichtige Engel. Jeder  von ihnen trägt ein kleines Namensschild
Der größte von ihnen ist der Michael und wie ich seinem Kärtchen entnehme, entscheidet er über das Schicksal der Seelen. Er wacht über die Liebe, verleiht Stärke, schenkt Mut und gibt Schutz.
Gleich nach Michael kommt der Gabriel geflogen. Er ist derjenige, welcher der Jungfrau Maria die Geburt Jesu verkündete. Daher ist es heute seine Aufgabe - uns zu helfen unsere Träume und Visionen zu deuten. Er schenkt uns aber auch Hoffnung, gibt uns die Weisheit und sorgt für Harmonie.
Dann kommt der Raphael, der Herr der Schutzengel und der Patron der Kranken und Schwachen. Er hilft uns bei der Heilung, schenkt uns Wissen und führt uns auf den Weg der Wahrheit.
Als letzter kommt der Uriel, mit einer Flamme in der Hand. Er ist etwas gebeugt, denn er trägt die schwersten Pflichten mit sich herum. Er wird Herrscher der Sonne genannt. Er bewacht mit seinem scharfen Schwert den Garten Eden und ist das Licht Gottes. Er inspiriert Schriftsteller und Lehrer. Er sorgt für Frieden, Einsicht und Klarheit.
In ihren Händen halten sie kleine Aufgabenzettel, welche sie an die kleinen pausbäckigen Engelchen verteilen, die ihnen bei ihren Aufgaben helfen. Und so verschwinden eines nach dem anderen auf großen Blumenkohlwolken um den Menschen nahe zu kommen und ihnen zu helfen oder sie zu schützen.
Ich fliege weiter dahin, bis ich vor einem riesigem Tor zum Stehen komme.
Ein älterer Herr, mit weißem lockigem Haar und Bart, öffnet mir und ich darf einen Blick in sein Reich werfen.
Von weitem sehe ich vier kleine Throne. Sie sind leer und stehen neben einem großen Thron. Zwei zur rechten und zwei zur linken Seite. Der große Thron ist in ein helles Licht gehüllt. Dahinter verbirgt sich eine Person, die sicher nicht erkannt werden möchte. Meine Seele ist sichtlich gerührt bei diesem Anblick.
Ich glaube das Leben dort ist wunderschön auch wenn es manchmal viel Arbeit gibt.


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BeitragThema: Im Reich der Riesen   Do Jul 26, 2018 11:57 pm

Im Reich der Riesen

Jetzt gerade befühle ich einen gewaltigen Schlüssel. Er gehört zu unserem großen Gartentor und ist auch schon ziemlich alt. Ich stehe vor einem riesigen Holztor und muss mir Gedanken machen wie ich dort hinein komme. Das Schlüsselloch ist so hoch, dass ein normal Sterblicher dort nie rangelangen kann. In der Nähe jedoch steht ein riesiger alter Baum mit einer riesen Krone. Seine Äste reichen bis vor das Tor. Geschwind kletter ich auf solch einen Ast und stecke meinen Schlüssel in das Loch. Mit sehr viel Kraft muss ich diesen im Schloss drehen, bevor es klick macht und das Tor einen kleinen Spalt weit aufspringt. Behende klettere ich den Baum wieder hinab und laufe zurück zum Tor. Der Spalt ist zu klein für mich und ich versuche mit aller Macht das Tor aufzudrücken. Leider vergeblich.
Soll mir dieses Abenteuer entgehen?
Plötzlich werde ich durch ein Donnern und Beben, aus meinen Gedanken gerissen.
Ein riesenhaftes Mädchen kommt des Weges daher und schiebt einen riesigen Holzwagen vor sich her. Seine Räder sind fast so hoch, wie das Riesenrad in dem ich, auf dem Rummelplatz, vor kurzem noch meine Runden gedreht habe. Der Wagen ist so hoch, dass ich dort nicht reingelangen kann. Also klemme ich mich an eine Speiche des Rades, was mir viel abverlangt. Diese sind genau eine Armspanne dick. So hänge ich da nun und drehe auch hier meine Runden. Nur etwas anders als im Riesenrad. Einmal kopfüber, dann hänge ich unter der Speiche, bald stehe ich aufrecht und dann liege ich mal wieder auf ihr. So dreht sich das Rad und ich gelange in die Burg der Riesen.
Ein Donnern und Beben dröhne in den Mauern, was wahrlich keine Wohltat für meine Ohren ist. Jede Bewegung der Riesen versetzt mich in Angst und Schrecken. Daher mache ich mich erst einmal schnellsten auf den Weg, ein ruhiges, nicht so gefährliches Eckchen für mich zu finden.
Ein geselliges Treiben herrscht in der Burg. Es scheint eine Feier zu sein. Alle sitzen sie an einem Tisch und essen die schönsten Speisen. Ich schleiche mich unauffällig zum Tisch hinüber, da ich vom Hunger geplagt bin. Sehnsüchtig warte ich darauf, dass ein Krümelchen herrunter fällt. Als schon bald ein Fußballgroßer Krümel neben mir landet. Oh. wie das duftet! Und sogleich beginne ich damit ihn zu verspeisen. Zumindest soviel ich davon schaffen kann. Dick und rund gefuttert, lege ich mich neben diesen und schlafe ein.
Irgendwann habe ich das Gefühl, als ob sich etwas riesenhaftes neben mir bewegt. Ich blinzele und sehe neben mir riesige Borsten. Noch ehe ich die Flucht ergreifen kann, lande ich auch schon auf der Kehrschaufel. Verblüfft schauen mich zwei riesige Augen an und ich schaue in die riesigen Augen. Vorsichtig nimmt mich die Hand auf und gibt mich an das Mädchen weiter. Von nun an hat der Wagen auch eine Bestimmung.
Ich freue mich auch, nun brauche ich die Burg nicht mehr zu Fuß erkunden, nein, ich werde geschoben und ich bekomme eine Wohnung so ganz für mich allein. In diesem Riesenpuppenhaus ist alles wie maßgeschneidert für mich. Nur die Stufen in die oberen Etagen sind so hoch, das ich mich hochhangeln muss. Aber irgendwie geht es schon, auf der Suche nach einem Bett. Kaum habe ich mich eingekuschelt und möchte einschlafen, da greift etwas heftig nach mir und schnappt mich. Eine große Wanne ist mit Wasser gefüllt und ich lande mit meinen Sachen darin. Obwohl die Riesen etwas stark riechen, scheinen sie doch reinlich zu sein. Ich werde nämlich so unsanft mit einer Bürste bearbeitet, das mir die Haut mehr als brennt. Ich sehe aus als ob mich jemand so gewaltig gepackt hat, das ich über und über mit Schürfwunden übersät bin. Nun erst darf ich ins Bett und schlafen. Dann werde ich wieder heraus geholt und auf einen Stuhl gesetzt, mir werden Teller mit bemaltem Holzessen serviert, ich darf Fernseher schaun, ohne einen wirklichen Film zu sehen, Ich stehe vor dem Herd und tue so als ob ich koche und so langsam bekomme ich schon wieder Hunger und sehe keine Chance zu fliehen. Zu allem Überfluss wird nun mein Haus auch noch luftdicht verschlossen. Mich überkommt eine riesige Angst.
Zuerst lege ich mich erst einmal schlafen.
Denn kommt Zeit, kommt Rat.


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BeitragThema: Schattenwelten (Nicht für kleinere Kinder geeignet (gruselig))   Fr Jul 27, 2018 1:12 am

Schattenwelten

Jetzt betaste ich den riesen Schlüssel, der zu dem Hoftor gehört. Ich benutze ihn fast nie, denn dieses verdammte Tor macht mir riesige Angst. Es geht nur schwer zu öffnen und knarrt dermaßen laut, dass es mir immer einen Schauer über den Rücken jagt.
Und auch jetzt öffnet es sich knarrend. Und vor mir eröffnet sich ein dunkles schattiges Land. Es erscheint ein windschiefes Haus, welches von tausenden Brennesseln überwuchert zu sein scheint. Und auf dem Dach sitzt ein schwarzer Rabe. Das macht mich stutzig und doch überwiegt die Neugierde. Ich öffne das kleine knarrende Gartentor und kämpfe mich durch den riesen Brennesseldschungel. Und hinter mir ertönt ein Geräusch, welches mich frösteln lässt. Ich wage einen flüchtigen Blick nach hinten und erstarre. Hinter mir steht ein Gerippe mit langen Haaren und einem weißen Kapuzenumhang. Mit einer Hand versucht es mich zu ergreifen in der anderen hält es eine Sense. Aber der Zaun scheint eine Grenze zwischen uns zu ziehen. Und ich bin froh, dass ich so dem Tot entrinnen kann. Aber das scheußliche Geheul klingt noch lange in meinen Ohren nach.
Da es mir vor Angst etwas fröstelt, nehme ich allen Mut zusammen und betrete das kleine windschiefe Haus. Erst einmal schaue ich mich etwas um. Das Haus scheint von Schatten belebt zu sein. Sie scheinen etwas zu beschützen. Aber was? Das macht mich neugierig. Ich begebe mich auf die Suche.
In einer Ecke entdecke ich einen Spiegel. Überzogen von Staub und einem Spinnennetz macht er mir schon etwas Angst. Als ich näher komme und in den Spiegel schaue, beginnt es mich zu frieren. Es ist zwar auch nur ein Schatten, aber es schaut mich wahrhaftig der Teufel an. Mit seinem spitzen Kinn, den böse funkelnden Augen und seinen Hörnern auf dem Kopf, lässt er mich zurückweichen aus seinem Revier. Nur eine schwarze Katze wagt sich heran und fängt an mit der dicken Spinne im Netz zu spielen. Aber als auch sie dem Teufel in die Augen schaut, macht sie einen Buckel, klemmt ihren Schwanz  zwischen die Beine und flieht in die äußerste Ecke des Hauses.
Ich suche nach etwas wo ich etwas Halt finden kann und sehe in einer Ecke einen Tisch stehen. An ihm steht nur ein Stuhl. Dieser steht an einem Tischbein und lässt sich nicht verrücken. So sehr ich mich auch mühe, er weicht nicht von seiner Stelle. Plötzlich beginnt ein Gezeter. Eine knochige Schattenfrau gestikuliert wild neben mir. Der Schatten erinnert mich etwas an meine Schwiegermutter. Aber so bösartig ist sie doch gar nicht.
Plötzlich verdunkelt sich der Raum und auf dem Tisch werden Kerzen an einem Kerzenleuchter angezündet, den ich vorher nicht entdeckt habe. Das Kerzenlicht hüllt den Raum in ein magisches Licht und der Tisch deckt sich vor meinen Augen mit den leckersten Speisen. Jetzt dreht sich der Tisch und ich sitze ganz bequem an der Tischkante und lasse es mir schmecken. Bis ein Raunen an dem Tisch erklingt. Staunend beobachte ich wie sich viele Schatten zu mir an den Tisch begeben. Wir essen alle gemeinsam und immer wenn sich ein Teller leert, füllt er sich auch sogleich wieder. Der Wein der auf dem Tisch steht, leert und füllt sich und die Schatten tanzen wie wild durch den Raum. Sie zanken und schlagen sich und leben ihre Gemeinheiten aus. Mich jedoch beginnt es immer mehr zu frösteln. nachdem sie ihre Orgie beendet haben, schmeißen sie das ganze Geschirr laut krachend in einen riesen Pappkarton, der sofort mit lautem Zischen vor meinen Augen verschwindet.
Mitten im Raum kommt eine Stehle aus dem Boden empor. Auf ihr liegt eine Kristallkugel, die zwei schwebende Hände umkreisen. Ein Murmeln macht sich breit im Raum und ich spüre wie sich eine Müdigkeit in mir ausbreitet. Vor mir liegt plötzlich ein Buch, welches sich Seite um Seite umblättert und mir meinen Traum zum lesen gibt. Ein Alb sondergleichen. Und die Kerzen um mich beginnen langsam zu erlöschen.
Bevor meine Augen zuklappen merke ich noch wie meine Kleider sich von meinem Körper trennen und sich auf eine Leine hängen. Mit Gebraus durchfährt sie das Unglück und ich kann mich nicht mehr wehren. Die Schatten öffnen die knarrende Tür und lassen mich allein. Auf einer harten Pritsche verbringe ich die Nacht.
Am anderen Morgen mache ich mich wieder auf die Suche. Rings um mich herum, liegen verteilt, viele Scherben.
Soll mir jetzt das Glück hold sein?
Ich strecke mich nach Leibeskräften und finde zurück zu meiner alten Kraft, obwohl mir immer noch alle Glieder schmerzen.
Hinter einem Vorhang scheinen die Schatten eine Schatzkiste versteckt zu haben. Aber es ist kein herankommen, denn ein großer Wolf beschützt diesen Schatz und bei jedem Nahen, fletscht er seine scharfen, spitzen Zähne. Ich muss schlucken, als ich mir vorstelle, was dieses Ungeheuer alles mit mir anstellen kann. Aber ich nehme all meinen Mut zusammen und schleiche trotzdem an den Wolf heran.
Beim Näher kommen bemerke ich, dass der Wolf an eine silberne Kette gebunden ist und nur ein paar Meter nach vorne laufen kann. Warscheinlich hat man ihn angebunden - damit er nicht wegläuft. Für mich ist das natürlich gut, denn so kann das große Tier mir nicht sofort etwas antun. Vorsichtig schleiche ich noch näher an das graue Monster heran und überlege mir schon, was für herliche Dinge in der Kiste liegen können. Der Wolf sieht nun hoch und hat mich antscheinend bemerkt. Er fletscht die Zähne und knurrt bedrohlich. Meine Knie zittern stärker denn je und mein Mund ist trocken. Trotzdem muss ich wenigstens versuchen an die Kiste zu kommen. Meine Neugier, was wohl in der Kiste steckt, besiegt schließlich meine Angst und ich gehe mutig auf das Tier zu. Auf dem staubigen Boden sehe ich einen großen Stock liegen den ich sofort hochnehme um ihm als Waffe zu gebrauchen. Mit dem Stock in der Hand schleiche ich Stück für Stück an das Biest heran und als der Wolf aufspringt und nach mir schnappen will, reagiere ich schnell und schlage mit dem Stock nach ihm.
Der Wolf winselt wie ein kleiner Hund und kriecht erst einmal etwas zurück. Es scheint als könne man durch seine Augen direkt in sein Herz schauen. Für einen kurzen Augenblick kann man alles sehen was diesen Wolf bedrückt. Und ich lese in seinem Herzen, dass dieser Wolf sich nach Freiheit sehnt. Ich kann ihn gut verstehen, denn hier in diesem dunklen alten Haus, bekommt er nichts mit, von all den schönen Welten die sich hinter den Türen verbergen. Bevor ich meine Meinung noch einmal ändern kann, gehe ich wieder einen Schritt auf dem Wolf zu und befreie ihn in Windeseile von den Ketten. Dies erweißt sich als einfach, obwohl ich erst dachte, die Ketten wären stark.
Nachdem der Wolf befreit ist, wartet er keine fünf Sekunden und stürmt zur Tür hinaus. Wenig später kann man nichts mehr von ihm sehen und hören. Ich aber gehe zufrieden durch das Haus, zur Schatzkiste und öffne sie. In der Kiste liegen schöne Ketten, Perlen und Diamanten. Mittendrin allerdings liegt ein Buch. Es ist schlicht und einfach. Nur dunkelblau. Doch von ihm geht eine magische Kraft aus, und diese Kraft fasziniert mich zutiefst. So lasse ich all die Perlen und Herrlichkeiten zurück, nehme nur das Buch und schlüpfe glücklich wieder aus dem Haus heraus, voller Spannung, was mir dieses Buch erzählen mag.
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BeitragThema: in einem kleinen Mausloch   Di Jul 31, 2018 12:38 am

In einem kleinen Mauseloch

Plötzlich träumte ich von einem kleinen Mauseloch, das ich kürzlich in einer Ecke entdeckt hatte.
Ich befühlte gerade einen alten Schlüssel, dessen Bart schon ziemlich beschädigt war.
Aber hier brauchte ich keinen Schlüssel, ich schuppste die kleine Tür auf und fing an zu staunen.
In einer Ecke schlummerten ein kleines zartes Wesen, ein Mäuschen und ein Kobold.
Wo mochte ich hier wohl sein?
Als es anfing dunkel zu werden und alle kleinen Kinder zu Bett gingen, genau da erwachten diese drei Wesen.
Sie bewegten sich in eine Ecke ihrer kleinen Behausung und suchten ein Goldstück von einem großen Haufen, welches da Mäuschen in ihr Mäulchen nahm.
Die Fee flog allen vorran, der Kobold stieg auf die Maus und ritt geschwind hinterher.
Im Lichtschein der Laternen, leuchteten und glitzerten die zarten Flügel der Fee in den schönsten Farben.
Mal flatterte sie in den Lichtkegeln der Laternen, dann flog sie zu den Fenstern der Häuser und schaute hinein, bis sie fand nach was sie suchte, und unten auf der Straße folgten ihr das Mäuschen und der Kobold.
Als die Fee erblickte, wonach sie suchte, machte sie sich im Sturzflug auf zu ihren Freunden.
Sie zwängten sich durch kleine Ritzen und Löcher, bis sie in einem Zimmer ankamen, in dem ein kleines Mädchen mit kleinen roten Schlafbäckchen lag und schlief.
Die Fee flog hinauf zu diesem Kindlein und suchte nach einer kleinen Spalte unter dem Kissen.
Dort hinein zwängte sie sich und holte den kleinen Milchzahn unter dem Kissen hervor und warf ihn hinab zu ihren Freunden.
Der kleine Kobold fing ihn auf und steckte ihn in seine Hosentasche.
Das Mäuschen, welches das Goldstück in ihrem Mäulchen trug, reichte dieses dem Kobold und dieser kletterte behende am Bett hinauf und versteckte dieses unter dem Kissen dieses kleinen Mädchens.
Die Fee jedoch, wedelte mit ihrem Zauberstab und schenkte ihm süße Träume, damit es sich am nächsten Morgen nicht daran erinnern konnte, was in dieser Nacht geschehen war.
Als die Zahnfee mich entdeckte, wedelte sie auch mir mit ihrem Zauberstab süße Träume zu.
So wird dieses Erlebnis ein ewiges Geheimnis bleiben.
Die drei verschwanden genauso schnell wie sie gekommen waren und legten den kleinen Zahn in einer anderen Ecke ab, wo schon viele andere auf ihn warteten.
Aber was genau die drei mit diesen Zähnen anfingen, konnte ich nicht herrausfinden.

Bis zum heutigen Tag glaubte ich immer noch, dass die Zahnfee alle kleinen Kinder mit dem Goldstück alleine beglückt.
Von ihren zwei Gefährten hatte ich keine Ahnung.
Als die Zahnfee mich entdeckte, wedelte sie auch mir mit ihrem Zauberstab süße Träume zu.
So wird dieses Erlebnis wohl ein ewiges Geheimnis bleiben.

Schade, ich hätte es so gern weiter erzählt!
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BeitragThema: Bei den Hauskobolden   Mo Aug 13, 2018 11:47 pm

Bei den Hauskobolden

Noch verzaubert von dem soeben erlebten, fange ich an meinen Wohnungsschlüssel abzutasten. Diesmal dauert es nicht lange und vor mir entsteht ein Bild, welches mich staunen lässt.
In einem versteckten Eckchen meiner Wohnung finde ich etwas, was mir schon öfters abhanden gekommen ist. Bisher hatte ich meine Waschmaschmaschine im Verdacht und nun finde ich meine Socken hier, in einem versteckten Eckchen unter der Kommode. Und darin schlummern gerade ein paar kleine Hauskobolde. Aber schon bald werden sie aus ihren kleinen Schlafsäcken steigen und ich schleiche den kleinen roten Zipfelmützen nach.
Ihr erster Weg führt sie in meine Speisekammer. Bewaffnet mit einem Korkenzieher klettern sie behende das Regal hinauf, bis hin zu meinem großen Stück Schnittkäse. Sie knabbern nicht einfach daran, nein, sie drehen sich kleine Happen mit dem Korkenzieher heraus. Ja, nun weiß ich wie die Löcher in den Käse kommen.
Andere wiederum lieben Uhren. Und so kann ich beobachten, wie sie ganz leise den Uhrenkasten öffnen und ganz behutsam dort hineinkriechen. Die einen schaukeln auf dem Pendel, die anderen reiten auf dem Kukuk und wieder andere schlagen mit einem kleinen Hämmerchen besonders laut den Gong. Die einen nur gong-gong-gong, die anderen spielen richtig schöne Musikstücke.
Bis zu diesem Moment wusste ich nicht, dass so ein kleiner Hauskobold eine Leseratte ist und so kam ich wieder ins staunen. Jeden Morgen schimpfen wir Erwachsenen mit den Kindern, weil ihre Zimmer so unordentlich aussehen. Sie schauen dann immer so unschuldig, als wüssten sie nicht woher das alles käme. Ich werde es nie wieder tun. Ganz besonders gern lesen die Hauskobolde Märchen. Sie holen das Märchenbuch ganz langsam und leise aus dem Regal und schieben es ein wenig in den Raum hinein. Daneben stellen sie ihre kleine Laterne, um es schön hell zu haben. Dann legen sie sich auf das Buch, stützen ihr Köpfchen auf den Händen ab und lesen Märchen. Und so kommt es, das jeden Morgen aufs Neue Bücher in den Zimmern herumliegen.
Und wenn so ein kleiner Kobold so richtig durchgefroren ist, dann hat er eine ganz besondere Wärmequelle für sich entdeckt. Wenn man ganz leise ist, hört man im Fell der Katze ein ganz leises schnarchen. Ganz eng an sie gekuschelt genießen die Kobolde die Wärme. Und nicht nur sie, nein meine Katze genießt es auch. Sie schnurrt vor sich hin, auch ohne das ich sie streichele.
Und kurz vor dem Morgengrauen, schleichen die kleinen Kobolde ganz leise zurück unter die Kommode in ihre Schlafsäcke.
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BeitragThema: Klabautermännchen und Elfenprinzessin   Di Aug 14, 2018 12:49 am

Klabautermännchen und Elfenprinzessin

Ich kann gar nicht genug davon bekommen, die kleinen Wesen in ihrer Welt zu betrachten. Da, ich sehe einen Schlüssel aus Messing am Schlüsselring. Wofür war der nochmal ? Ach ja, er gehört zum Briefkasten. Nun hebe ich ihn an und plötzlich schiesst mir ein dicker Wasserstrahl ins Gesicht! Was war das ? Nachdem ich meine Augen getrocknet habe, schaue ich noch einmal auf den Schlüssel. Und nun kann ich es sehen. Ein grosses, altes Wikingerschiff, umgeben von einem Meer, welches in allen erdenklichen Farben schimmert. Schwarz, blau, türkis, teilweise sogar grün, dort wo das Wasser seichter zu sein scheint. Ein paar Meter weiter kann ich eine kleine Insel entdecken.
Drei Klabautermänner streiten sich gerade darum, wer von ihnen zuerst an Land rudern darf. "Lass uns doch alle drei zusammen fahren", meint einer, der ein keckes Mützchen auf dem Kopf trägt, mit einem Anker als Symbol vorne aufgenäht. "Und wer passt dann auf das Schiff auf?", erhebt ein ander Einspruch, der ein schwarzes Tuch schief um den Kopf gebunden hat. So kann man nur ein Auge und ein Ohr, mit einem funkelnden, goldenen Ohrring daran erkennen.
"Das wird schon keiner entern, wenn wir nicht da sind", entgegnet nun der Dritte. Er trägt eine weisse Kapitänsmütze. "Wir sind hier so weit von allen anderen Ländern und Meeren entfernt. Da soll mich doch der verrückte Pumbäng treffen, wenn es jemand hierher schafft", lacht er und alle wissen, dass er recht hat.
So nehmen sie ein Beiboot aus den Seilen, lassen es langsam an der Bordwand hinab und rudern zu der Insel hinüber, die im hellen Sonnenschein ein faszinierendes Bild bietet.
An Land angekommen, ziehen sie das Boot in den hellen Sand, der sich unter ihren Füssen anfühlt wie feiner Puder. Und er riecht irgendwie lecker. Fast ein wenig nach Vanillepudding. "Oh, oh... sollte es hier jemals Milch regnen, dann hat die Insel aber ein Problem", lachte der Kapitän und er stellt sich vor, wie der Boden sich tatsächlich in einen Pudding verwandelt und auch die kleinen Berge ringsumher, die sie in geringer Entfernung sehen können. "Ich liebe Vanillepudding!" hört er einen der beiden Klabautermänner sagen. Aber er weiss nicht genau, wer es ist, denn er hat sich schon in Bewegung gesetzt, um sich auf der Insel umzuschauen.
Auf einer kleinen Düne können alle drei nun etwas mehr von der Insel sehen. Bäume, die aussehen wie Palmen. Aber anstatt der Palmenblätter blühen weisse Segel an ihnen. Andere Bäume biegen sich durch, weil sie anstatt grüner Blätter, goldene Früchte tragen. Eine kleine Tanne trägt gar silberne Tannenzapfen. Und dort, sie glauben ihren Augen nicht zu trauen, steht eine Art Kirschbaum, der aber statt roter Kirschen, rote Rubine funkeln lässt. Alles um sie herum riecht so gut. Als sie näher herangehen, um sich einen Baum genauer anzusehen, duften die Rubine ganz intensiv nach Himbeeren. Die drei sind völlig fasziniert, von dem was sie sehen. Aber dann erschrecken sie sich auf einmal plötzlich fast zu Tode. Hinter dem Baum tritt gerade ein Lebewesen hervor, wie sie es nie zuvor gesehen haben.
Es hat vier Beine, den Körper einer Kuh, aber kein Fell, sondern die Haut einer Schlange. In allen Farben schillert sie. Und plötzlich gibt dieses komische Tier einen Laut von sich. Sie haben mit allem gerechnet, aber nicht, dass dieses Wesen anfängt zu miauen...
Dieses Etwas scheint aber friedlich zu sein. Denn es steht auch nur da wie die drei Klabautermänner und starrt sie an. Nachdem keiner von ihnen sich traut, etwas zu sagen, scheint dieses komische Wesen sich wieder zu beruhigen und fängt an, das organgefarbene Gras zu fressen, welches hier überall wächst.
"Da brat´ mir doch einer ´nen Storch", sagt nun wieder der Kapitän, der als erstes seine Sprache wiedergefunden hat. "Ich habe ja schon viel gesehen, aber so ein Tier noch nie", und er nimmt seine Mütze ab und kratzt sich am Hinterkopf. "Wir auch nicht", flüstern die beiden anderen leise. Sie trauen sich nicht laut zu sprechen. Denn sie wissen ja nicht, wie dieses Wesen auf eine menschliche Stimme reagiert. Der Käpitän ist ganz schön mutig, denken sie.
Wie aus dem Nichts ertönt über ihnen eine zarte Stimme, die ihnen freundlich einen "Guten Tag" wünscht. Erstaunt wenden sie ihre Blicke nach oben. Dort schwirrt ein klenes, zieliches Wesen und winkt ihnen zu. Es ist eine Elfenprinzessin! So ein Glück haben sie bisher noch nie gehabt. Normalerweise leben Elfen recht zurückgezogen im Innern der Erde, wo sie sich einen neuen Lebensraum geschaffen haben. Aber diese hier hat sich vielleicht verflogen, geht es ihnen durch den Kopf.
Ihre kleine Krone auf dem Kopf war bezeichnend für eine Elfenprinzessin. Nur sie darf so eine Krone aus Goldstaub und Diamantenfedern tragen.
Sie trägt ein Kleid aus durchsichtigen Blütenblättern und einen Prinzessinenkragen von den Samen der Pusteblume. Ihre Zartheit ist in nichts zu übertreffen.
Einige Elfchen ihres Volkes, haben es sich schon am Ufer des kleinen Sees bequem gemacht. Auf Steinen sitzend, beobachteten sie den Sonnenuntergang. Die Prinzessin jedoch und ihre Zofen, sitzen hoch oben im Baum auf einem Ast, um sich im fahlen Mondlicht ihre zarte helle Haut zu bleichen.
Emsig laufen die kleinen Elfchen mit ihren Laternen im Wald herum. Sie sammeln kleine Früchte und Kräutlein, um schöne Speisen herzustellen. Denn schon bald wollte ihre Elfenprinzessin ein großes Fest feiern. Die einen kochen emsig und andere wiederum backen die schönsten Kuchen. Aber um die Edelsteinffrüchte weich zu bekommen, brauchten die Elfchen schon viele Jahrzehnte. Sie sammeln die Früchte in den großen Segeln, welche an den Palmen wuchsen, und wickelten diese darin sanft ein. Dann ziehen sie mit vereinten Kräften die Last zu den Kochtöpfen um die Früchte dort weich zu kochen. Je länger diese kochen, umso mehr zerfallen sie in viele kleine Stückchen. Und alle zehn Jahre schauen die kleinen Elfchenköche nach wie sich ihre köstlichen Speisen entwickeln. Sie rühren und rühren um gar feine Breie herzustellen. Und in der Elfenküche machen sich gar süße Düfte breit.
Irrlichter streifen durch den Wald um Fremde von ihrem Vorhaben fernzuhalten. Aber die Klabautermänner fallen nicht darauf rein. Denn vor Jahren haben sie schon einmal ein Irrlicht entführt, welches jetzt am Mast Ihres Schiffes hängt und damit andere Schiffe in die Irre führt, von denen sie dann Besitz ergreifen und die Seemänner in den Wahnsinn treiben. Die Klabautermänner bestaunen die Emsigkeit der kleinen Elfchen, welche jetzt schon auf Hochtouren arbeiten. Denn morgen schon soll das große Fest beginnen. Dieses dauert dann einen Monat und alle Elfchen auf der ganzen Welt, treffen sich dort zu diesem Fest.
Die Klabautermänner haben schon einige lange Elfenzüge beobachtet, die aus allen Himmelsrichtungen zu kommen schienen. Die einen tänzeln auf ihren Zehenspitzen, mit einem leichten Flügelschlag, über die Grashalme, andere lassen sich von kleinen Samen, welche der Wind leicht vor sich her bläst, ein Stück des Weges tragen, wieder andere kommen auf Fledermäusen, Eulen oder Vögeln geflogen oder auf Grashüpfern und Heupferden angeritten. Nur die Heiler und Jäger, die laufen leichten Fußes über die Wiese, gerade so, als ob sie den Boden nicht berühren.
Als die Sonne aufgeht, da verschwinden alle Elfen in den rings um sie liegenden Erdlöcher, denn ihre Haut kann sehr schnell verbrennen. Dort legen sie sich zur Ruh und erscheinen erst zur Dunkelheit wieder.
Die Klabautermänner jedoch, setzen sich in ihr Beiboot und rudern zurück zu ihrem Schiff und gehen wieder ihrer Arbeit nach. Sie irren durch die See um ein Schiff zu entern und treiben somit die Seemänner in den Wahnsinn.
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BeitragThema: Ein letztes Wort   Di Aug 14, 2018 12:56 am

Ein letztes Wort

Ein laues Lüftchen weckt mich, da es mich fröstelt. Verdutzt schlage ich meine Augen auf. Noch immer liege ich auf meiner Liege, das Schlüsselbund in meiner Hand. Staunend schaue ich auf die letzten Stunden zurück. In so kurzer Zeit, habe ich so viele Abenteuer erlebt und weiß jetzt, wie die Kleinsten unter uns sich fühlen. Kann ihre verdutzten, erschrockenen und lächelnden Gesichter besser verstehen.
Ich nehme mein Schlüsselbund und gehe zurück in die Wohnung und mit mir nehme ich meine Abenteuerfreunde.
Sollten auch euch solch verwunderlichen Wesen besucht haben, teilt es mir doch bitte mit.

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