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 Der Gartenteich

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BeitragThema: Der Gartenteich   Mo Okt 10, 2011 11:26 pm

Träumerle
oder
Der Gartenteich


Vor garnicht allzu langer Zeit, ist Eva mit ihrer Familie in das neue Haus gezogen. Hinter dem Haus befindet sich einr riesengroßer, wunderschöner Garten. In diesem stehen 4 wunderschöne große alte knorrige Bäume und zwischen denen liegt ein wunderschöner Teich. Eva ging jeden Tag dorthin und beobachtete was dort sopassierte. Frösche hüpften von einem zum anderen Seerosenblatt, Goldfische tummelten sich unter der Wasseroberfläche, vögel badeten an seichten Stellen im Wasser und dort lief so schnell er konnte ein Wasserläufer plitsch-platsch, plitsch-platsch über das Wasser. Die blau schillernden Libellen tanzten im Flug über das Wasser und Eva erfreute sich daran. Hier war es auch, wo Eva im Schatten der Bäume so gern ihren Mittagsschlaf hielt. Ein Moskitzonetz bot ihr Schutz vor den Mücken, die dort natürlich auch gern tanzten.

Als Eva in der Hängematte eingeschlafen war, da erschien ihr das Träumerle, welches zu ihr sagte: "Komm mit, ich zeige Dir wie es im Teich aussieht:" Eva dachte so bei sich, "So lange kann ich doch noch garnicht tauchen, um alles sehen zu können:" Da Träumerle ja Gedanken lesen kann, fasste es in die Tasche,und holte einen kleinen Topf und einen Trinkhalm heraus. Das Männlein rührte mit diesem in dem Topf herum und dann blies und blies und blies es in den Trinkhalm, bis daraus eine Blase wuchs, so groß, dass beide darin Platz fanden. Mit der Traumblase aus dem Traumsaft schwebten beide aus der Hängematte, kullerten über die Wiese geradewegs in den Teich hinein.

Sie sanken tiefer und tiefer in den Teich hinein und die Fische glotzten mit ihren großen Augen was dort wohl passierte. Neugierig schwammen sie um die Traumblase herum und stupsten sie an, so dass sie sich durch den Teich bewegte. Jetzt begann Evas großes Abenteuer in ihrem Lieblingsteich.

Jetzt erst sah sie was für ein reiches Leben unter dem Wasser wimmelte, wo sie sonst nur ein Vorbeihuschen von Scatten warnahm. Als sie so am Grunde dahin kullerten, kamen sie auf ein ekliges, greuliches Ungetüm zu. Das häßliche, längliche Etwas lag still und lauernd am Boden. Als sich ein kleines Würmchen vorbeischlängelte, warf dieses Etwas eine Zange vor, die es bisher unter seinem Kopf verborgen gehalten hatte und packte das Würmlein. Dann wurde die Zange eingezogen und das Würmlein unbarmherzig verspeist. Eva fragte nur: "Wasist denn das für ein Ungetüm? "Dies ist eine Seejungfer, eine Libelle, welche ihre Eier im Wasser ablegen, daraus schlüpfen dann die Larven, die so hässlich aussehen wie dieses Ungetüm hier.", antwortete das Träumerle. Die Traumblase rollte weiter und an ähnlichenGeschöpfen vorbei, welche nur etwas kleiner waren und denen die Fangzange der Libellenlarven gänzlich fehlte. "Träumerle, ist dies die Larve einer kleinen Libelle?", fragte Eva."Aber nein, dies ist die Larve einer Eintagsfliege.", antwortete das Träumerle. Die Tiere, die wir im Sommer über der Wasseroberfläche schwirren sehen, können wir jetzt als Kinder im Wasser beobachten.", fügte das Männlein noch hinzu.

Plötzlich begannen die Fische die Blase nach oben zu stupsen und Ball zu spielen. Auch hier gab es viel zu sehen, wenn es nur nicht so schaukeln würde. An der Wasseroberfläche entlang, schwammen kleine zierliche Dinger, welche um atmen zu können immer eine Röhre ihres Körpers aus dem Wasser heraus streckten. "Gehe ich recht in der Annahme," fragte Eva, "das dies kleine Larven sind?" "Dies sind die Larven der Stechmücken." erklärte das Träumerle. Eva interessierte es nun, ob die Larven auch Fische stechen, um ihnendas Blut auszusaugen. Darauf antwortete das Träumerle: "Aber nein Eva, sie sind nicht böse, sie ernähren sich von Pflanzenteilen und lassen andere Tiere in Ruhe. Im Gegenteil , sie werden von Fischen und Insekten gefressen und doch bleiben noch genug übrig um uns als Mücken zu plagen."

Jetzt durchfuhr Eva ein Schauer der sie zum schütteln brachte."Pfui, eine Spinne!" rief sie. "Seit wann gehen denn Spinnen auf dem Wasser spazieren?", fragte sie das Träumerle. "Aber Eva," erwiederte das Träumerle, "zähle doch erst einmal die Beine! Spinnen haben acht Beine und unseres hat nur sechs. Die hier ist ein Wasserläufer." Sie sahen gespannt nach oben. Raschen Fußes bewegte sich das Tier über die Wasseroberfläche. Nie aber wurde der Wasserläufer feucht. Als eine Fliege aufs Wasser fiel, eilte er wie der Blitz auf sie zu und fraß sie auf.

Sie schwebten aber auch an großen Fröschen und kleinen Kaulquappen vorbei, und Träumerle erzählte: "Frösche sind wahre Bauchredner, wenn sie abends ihr Quakkonzert beginnen,tun sie es mit geschlossenem Maul, nur die Kehlsäcke schwellen an und ab. Sie trinken auch nicht mit dem Maul, sondern ihre Haut nimmt soviel Wasser auf wie ihr Körper braucht. In ihrem Maul aber befindet sich einen lange klebrige Zunge, mit der sie schnell und genau Insekten anpeilen und dann verschlingen."

Die Traumblase schwebte immer weiter an der Wasseroberfläche entlang und genau auf einen spitzen Gegenstand zu. Es gab kein ausweichen. Aber kurz vorm Platzen der Blase schlug Eva ihre Augen auf, sprang aus der Hängematte und beobachtete wieder die Tiere. Die tanzenden Libellen, die auch in der Luft räuberten und mordeten. Die Eintagsfliegen, die nicht mehr ans Fressen dachten sondern nur noch ans Heiraten. Sie erschlug einige Mücken, die als Larven den Fischen entkommen sind. Sie bewunderte das Quakkonzert der Frösche und beobachtete den flitzenden Wasserläufer. Nun war es bald wieder Zeit sich ins Haus zu begeben, weil es schon Abend wurde.
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